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Die Maßnahme zielt darauf ab, über bestehende formale Gremien (z. B. Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung) hinaus eine operative Arbeitsebene zwischen Stadtwerk und Kommune zu etablieren. Anlass bieten insbesondere die kommunale Wärmeplanung nach dem Wärmeplanungsgesetz, der Ausbau erneuerbarer Energien, die Quartiersentwicklung sowie die Verkehrswende, die eine enge und frühzeitige Abstimmung erfordern. Das Stadtwerk übernimmt dabei eine aktive, initiierende Rolle und schlägt wiederkehrende Austauschformate vor, z.B. quartalsweise Strategierunden, themenspezifische Arbeitsgruppen oder anlassbezogene Projektworkshops. Im Rahmen der Maßnahme werden feste Termine, eine standardisierte Agenda sowie klare Rollen und Verantwortlichkeiten definiert. Eingeladen werden relevante Fachbereiche der Kommune (z. B. Stadtplanung, Bauleitplanung, Klimaschutz, Verkehr, Finanzen). Eine neutrale Moderation sowie eine strukturierte Dokumentation mit Maßnahmentracker sind fester Bestandteil, um Verbindlichkeit und Nachverfolgbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Zwischen den Terminen werden vereinbarte Aufgaben eigenständig bearbeitet und der Fortschritt beim nächsten Treffen berichtet. Ein besonders wirkungsvolles Anwendungsfeld ist die frühzeitige Abstimmung mit der kommunalen Bauleitplanung. Durch einen regelmäßigen Austausch, der idealerweise bereits vor dem Aufstellungsbeschluss neuer Bebauungspläne stattfindet, kann das Stadtwerk Wärme-, Strom-, Breitband- und Ladeinfrastruktur in Neubaugebieten und Quartiersentwicklungen von Beginn an wirtschaftlich mitplanen. Dies geht deutlich über die spätere formale Beteiligung als Träger öffentlicher Belange hinaus und vermeidet kostenintensive Nachrüstungen. Darüber hinaus können in den gemeinsamen Terminen Dekarbonisierungsprojekte priorisiert, gemeinsame Datengrundlagen (z. B. Wärmekataster, Geodaten) abgestimmt und Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten geteilt werden. Die Intensität der Formate lässt sich an die Stadtgröße und aktuelle Projektlage anpassen: von einem quartalsweisen Jour fixe bis hin zu wöchentlichen Projektsprints bei konkreten Vorhaben wie der Erstellung eines kommunalen Wärmeplans. Mit wachsendem Reifegrad der kommunalen Vernetzung empfiehlt es sich, den Akteurskreis schrittweise über die bilaterale Stadtwerk-Kommune-Beziehung hinaus zu erweitern. Relevante lokale Schlüsselakteure sind insbesondere Klimaschutzmanager und -agenturen als inhaltliche Schnittstelle zu kommunalen Klimazielen, Kammern und Wirtschaftsförderungen als Zugang zur lokalen Gewerbe- und Industriekundschaft, die Wohnungswirtschaft sowie Bürgerenergieinitiativen und Energiegenossenschaften als Partner für dezentrale Erzeugungsprojekte. Die regelmäßige Vernetzung stärkt die gemeinsame strategische Ausrichtung und beschleunigt die Entwicklung konkreter Projekte. Durch die strukturierte Zusammenarbeit verbessern sich Transparenz, Verbindlichkeit und die Nachverfolgung von Maßnahmen. Standardisierte Abläufe und wiederholbare Formate steigern die Effizienz, während die kontinuierliche Reflexion gemeinsamer Erfahrungen eine offene Lernkultur fördert. Sichtbare Fortschritte und die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten erhöhen zudem die Akzeptanz und Motivation auf beiden Seiten.