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Interne Nachhaltigkeitskommunikation und -berichterstattung
Adressierte Fähigkeiten
  • Business Sustainability Alignment
  • Vorbildfunktion
Voraussetzungen

Eingeführte Nachhaltigkeitsabteilung und festgelegte Nachhaltigkeitsziele und/oder -strategie

Kurzbeschreibung

Diese Maßnahme umfasst die systematische, regelmäßige interne Kommunikation der Nachhaltigkeitsabteilung zu relevanten Themen, Projekten, Kennzahlen und Fortschritten im Bereich Nachhaltigkeit. Ziel ist es, Transparenz über Ziele und Maßnahmen zu schaffen, die Sichtbarkeit von Nachhaltigkeitsaktivitäten im gesamten Stadtwerk zu erhöhen und die Beteiligung der Mitarbeitenden zu fördern. Die Maßnahme unterscheidet sich von Sensibilisierungsangeboten dadurch, dass es nicht um einmalige Wissensvermittlung geht, sondern um eine laufende, in den Arbeitsalltag eingebettete Informations- und Beteiligungskommunikation. Inhaltlich können unter anderem folgende Themen adressiert werden: bevorstehende Nachhaltigkeitsinitiativen (zur Beteiligung und Mitarbeit), der aktuelle Stand laufender Projekte, Ergebnisse abgeschlossener Maßnahmen, gelungene Beispiele aus verschiedenen Bereichen (z. B. Netz, Vertrieb, Erzeugung, Liegenschaften), Hinweise zu nachhaltigem Verhalten im Arbeitsalltag, Einladungen zur Mitwirkung und zur Einreichung von Ideen sowie die regelmäßige Aufbereitung zentraler Kennzahlen (z. B. CO₂-Emissionen, Energieverbräuche, Anteil erneuerbarer Energien, Fortschritt bei Dekarbonisierungsprojekten). Ebenso können Ergebnisse und Beschlüsse aus dem Nachhaltigkeitsgremium über diesen Kanal an die Gesamtbelegschaft transportiert werden. Die Kommunikationskanäle werden an die bestehende Unternehmenskultur, die verfügbaren Ressourcen und die Erreichbarkeit unterschiedlicher Zielgruppen angepasst. Mögliche Formate sind ein regelmäßiger Nachhaltigkeits-Rundbrief, Beiträge im Intranet, digitale Kennzahlen-Übersichten, Aushänge in den Liegenschaften, kurze Präsentationen in Bereichs- oder Teammeetings sowie kompakte Online-Formate. Wichtig ist, einen klaren Turnus (z. B. monatlich) sowie anlassbezogene Kommunikation (z. B. nach Abschluss eines Projekts, bei Erreichen eines Meilensteins) festzulegen. Die Verantwortung für Inhalte und Redaktion liegt bei der Nachhaltigkeitsabteilung, die bei Bedarf durch die Unternehmenskommunikation unterstützt wird. Um die Kommunikation lebendig zu halten, empfiehlt es sich, regelmäßig Beiträge aus den Fachbereichen einzuholen und Mitarbeitende selbst zu Wort kommen zu lassen. Die regelmäßige und transparente interne Nachhaltigkeitskommunikation stärkt die Sichtbarkeit der Nachhaltigkeitsaktivitäten, unterstützt die Identifikation der Mitarbeitenden mit den Nachhaltigkeitszielen und macht erzielte Fortschritte greifbar. Dadurch können positive Beispiele und Erfolge geteilt, die Motivation erhöht und die aktive Beteiligung an Nachhaltigkeitsprojekten gesteigert werden. Langfristig trägt die Maßnahme dazu bei, dass Nachhaltigkeit nicht als Aufgabe einer einzelnen Abteilung wahrgenommen wird, sondern als gemeinsame Verantwortung aller Bereiche.

Aufwand
Personeller Aufwand
niedrig
Zeitlicher Rahmen
niedrig
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Mitarbeitende aus der Nachhaltigkeitsabteilung
  • Unternehmenskommunikation
  • Vertreter:innen aus Fachbereichen zur punktuellen Zulieferung von Praxisbeispielen

Materielle Ressourcen:

  • Kommunikationskanäle
Möglicher Ablauf
  1. Festlegung konkreter Ziele und Zielgruppen
  2. Festlegung der Inhalte, wie die relevanten Themen oder verfügbare Kennzahlen/Daten und Klärung der Verantwortlichkeiten für Datenerhebung und -freigabe
  3. Bestimmung geeigneter Kommunikationskanäle und dem Umfang pro Format
  4. Festlegung des Turnus und weiterer Prozessregeln, wie zusätzliche Kommunikation (nach Meilensteinen etc.) und interner Freigabeprozess
  5. Regelmäßige Erstellung, Aufbereitung und Veröffentlichung der Inhalte
  6. Laufende Weiterentwicklung
Risiken
  • Durch fehlende Kontinuität (unregelmäßige Erscheinung, lange Pausen) verliert die Kommunikation an Glaubwürdigkeit und wird nicht mehr wahrgenommen
  • Zu häufige, zu umfangreiche oder zu abstrakte Informationen können dazu führen, dass Mitarbeitende die Nachhaltigkeitskommunikation nicht beachten
  • Eine starke Kommunikation zu Nachhaltigkeit bei gleichzeitig wenigen sichtbaren Veränderungen im Kerngeschäft kann dazu führen, dass die Maßnahme als „Greenwashing“ wahrgenommen wird.
Erfahrungen aus der Praxis