SW Check Logo
Entwicklung einer unternehmensweiten Informationsarchitektur für Energiedaten
Adressierte Fähigkeiten
  • Informationsbereitstellung
  • Datenstrategie & Data Governance
Voraussetzungen

Unterstützung durch IT und Fachbereiche; Benannte Ansprechpersonen für zentrale Energiedatenquellen

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme zielt darauf ab, eine unternehmensweite Informationsarchitektur für Energiedaten zu entwickeln. Ausgangspunkt sind verstreute Ablagen, uneinheitliche Begriffe und unklare Zuständigkeiten, durch die Mitarbeitende relevante Informationen suchen oder manuell zusammenführen müssen. Fachbereiche, IT und Datenmanagement erheben zunächst, welche Energiedaten für Netzbetrieb, Vertrieb, Erzeugung und Steuerung benötigt werden, aus welchen Systemen sie stammen und in welcher Form sie heute bereitgestellt werden. Daraus entsteht ein Zielbild, das Nutzergruppen, Informationskanäle, Aktualisierungszyklen, Verantwortliche, Schutzbedarf und Qualitätsanforderungen beschreibt. Für zentrale Daten werden standardisierte Informationsprodukte definiert, etwa Lagebilder, Prüfunterlagen oder operative Energieberichte, inklusive Metadaten und Freigabewegen. Ein Pilotbereich testet die Struktur im Arbeitsalltag und liefert Rückmeldungen zur Verständlichkeit, Auffindbarkeit und Aktualität. Die Ergebnisse werden in vorhandene Ablagen, Portale oder Berichtsroutinen übersetzt, ohne sofort ein neues System vorauszusetzen. Anschließend werden Pflegeprozess, Rollen und Roadmap verbindlich verankert. Das Stadtwerk reduziert Suchaufwand, vermeidet Parallelablagen und schafft eine Grundlage für dynamische, kontextsensitive Informationsbereitstellung.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Projektleitung Digitalisierung
  • Fachverantwortliche aus Netzbetrieb, Vertrieb und Erzeugung
  • Datenmanagement/Data Governance
  • IT-Architektur
  • Datenschutz/Informationssicherheit

Materielle Ressourcen:

  • Vorlagen für Informationslandkarte
  • Datenkatalog- oder Wissensmanagement-Werkzeug
  • digitale Kollaborationsplattform
  • Zugriff auf bestehende Energiedatenquellen
Möglicher Ablauf
  1. Informationsbedarfe und Nutzergruppen erheben
  2. Energiedatenquellen und heutige Ablageorte erfassen
  3. Zielbild für Informationskanäle, Rollen und Aktualisierungszyklen definieren
  4. standardisierte Informationsprodukte und Metadaten festlegen
  5. Pilotbereich auswählen und Struktur testen
  6. Pflege- und Freigabeprozess verankern
  7. Umsetzungsroadmap für weitere Bereiche erstellen
Risiken
  • Zu breite Aufnahme führt zu Analyseaufwand
  • mit priorisierten Kernprozessen starten
  • unklare Verantwortlichkeiten gefährden Pflege
  • Daten- und Informationsverantwortliche verbindlich benennen
  • parallele Ablagen bleiben bestehen
  • Zielarchitektur mit verbindlichen Regeln und Kommunikationsmaßnahmen einführen
  • Datenschutz- und Schutzbedarfe werden unterschätzt
  • Datenschutz und Informationssicherheit früh einbinden
Erfahrungen aus der Praxis