
Einheitliche Datenstandards und verbindliche Datenprozesse (Betrieb & Monitoring); Ausbau der Mess- und Steuerungstechnik in Ortsnetz und Umspannung
Ziel der Maßnahme ist es, aktuelle Netzwerte aus kritischen Netzbereichen in einem Echtzeit-Netzmonitoring für die Netzleitstelle nutzbar zu machen. Netzbetrieb, Leittechnik und IT/OT definieren dafür relevante Messpunkte, Schwellenwerte, Aktualisierungsraten und Alarmklassen. Messwerte aus Leitsystem, Stationsautomatisierung, Sensorik und vorhandenen Datenplattformen werden in einem rollenbasierten Lagebild zusammengeführt. Die Leitwarte erhält Ansichten für Spannung, Lastfluss, Auslastung und Kommunikationsstatus sowie automatisierte Meldungen bei Grenzwertverletzungen oder Datenabbrüchen. Für jede Alarmklasse werden Zuständigkeiten, Eskalationswege, Prüfhandlungen und Dokumentationspflichten festgelegt. Ein Pilot in kritischen Mittelspannungsabgängen und ausgewählten Niederspannungsbereichen prüft Datenqualität, Bedienbarkeit und Reaktionszeiten. Begleitend werden Mitarbeitende geschult und Rückmeldungen aus Schichtbetrieb und Bereitschaftsdienst in die Anpassung der Anzeigen aufgenommen. Die Maßnahme grenzt sich vom digitalen Zwilling ab: Sie optimiert nicht automatisch Schaltzustände, sondern schafft eine verlässliche operative Überwachung mit nachvollziehbarer Alarmierung. Ergebnis sind schnellere Reaktionen auf Engpässe, weniger manuelle Sichtungen und eine belastbare Grundlage für spätere Automatisierung. Zusätzlich werden Abnahme- und Betriebskennzahlen festgelegt, damit der Nutzen nach dem Pilot messbar bleibt.