SW Check Logo
Einführung eines systematischen Netzqualitäts-Reportings
Adressierte Fähigkeiten
  • Stromnetz-Monitoring
  • Datenbasierte Entscheidungsfindung
Voraussetzungen

Durchführung eines Stromnetz-Monitoring-Reifegrad-Checks

Kurzbeschreibung

Ziel der Maßnahme ist es, Netzqualität regelmäßig, vergleichbar und entscheidungsorientiert auszuwerten. Netzbetrieb, Netzplanung, Qualitätsmanagement und IT legen dafür einen Kennzahlenkatalog fest, der Versorgungsunterbrechungen, Spannungsbandverletzungen, Auslastungsgrenzen, Störungsdauer und verfügbare Power-Quality-Werte umfasst. SAIDI und SAIFI werden mit betrieblichen Ereignisdaten, Schalthandlungen und Messwerten verknüpft, damit Ursachen und betroffene Netzbereiche nachvollziehbar werden. Die IT richtet wiederkehrende Berichte und einfache Dashboards ein, die monatlich im Netzbereich und quartalsweise mit Führungskräften besprochen werden. Abweichungen lösen konkrete Prüfaufträge aus, etwa Messkampagnen, Ursachenanalysen oder Investitionsvorschläge. Eine einheitliche Dokumentation stellt sicher, dass Kennzahlen nicht nur berichtet, sondern für Planung, Instandhaltung und Priorisierung genutzt werden. Für jede Kennzahl werden Datenquelle, Berechnung, Verantwortlichkeit und gewünschter Zielwert beschrieben, damit spätere Vergleiche belastbar bleiben. Ergebnis ist ein transparenter Regelkreis, der Netzqualität sichtbar macht, Handlungsbedarf früher erkennt und Verbesserungen über Zeit überprüfbar macht. Das Reporting wird bewusst als Arbeitsgrundlage für Netzrunden gestaltet und nicht als reine Pflichtdokumentation geführt. Ergebnisse werden mit offenen Maßnahmen, Zielterminen und Verantwortlichen verbunden.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Netzbetrieb
  • Netzplanung
  • Qualitätsmanagement
  • IT/OT
  • Controlling

Materielle Ressourcen:

  • Störungs- und Ereignisdaten
  • Messdaten
  • Reporting-Werkzeug
  • Kennzahlenkatalog
  • Dashboard-Vorlagen
Möglicher Ablauf
  1. Kennzahlenkatalog definieren
  2. Datenquellen prüfen
  3. Berichte und Dashboard einrichten
  4. Regeltermine etablieren
  5. Abweichungen bewerten
  6. Maßnahmen und Verantwortlichkeiten nachverfolgen
Risiken
  • Kennzahlen werden unterschiedlich interpretiert – Definitionen verbindlich dokumentieren
  • Daten aus Störungs- und Messsystemen passen nicht zusammen – Datenabgleich im Pilot testen
  • Reporting bleibt folgenlos – Abweichungen mit Maßnahmenboard verknüpfen
Erfahrungen aus der Praxis